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Seit Jahrtausenden nutzen Menschen das Schreiben, um sich selbst zu begegnen.

Früher wurden Gedanken, Gebete und Erkenntnisse in Steine, Holz oder Wände geritzt – nicht nur, um sie festzuhalten, sondern um sie zu verstehen. Schreiben war immer ein heiliger Akt: ein Versuch, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

Für mich ist Schreiben weit mehr als Worte auf Papier. Es ist ein Raum, in dem ich mich selbst wiederfinde. Es schenkt mir die Möglichkeit, meine Gedanken zu sortieren und sie durch den Stift auf das Papier fließen zu lassen. Dabei entsteht ein tiefes Gefühl der Selbstwirksamkeit – ich gestalte meine innere Welt mit jedem Satz neu.

Während ich schreibe, bin ich ganz bei mir. Ich lasse los und bin zugleich ganz im Moment. Vielleicht kennst du dieses Gefühl, wenn etwas in dir still wird, sobald du dich ausdrückst – wenn du spürst, dass die Worte dich tragen.

Beim Schreiben erschaffe ich eine Brücke zwischen meinem Verstand, der all meine Erfahrungen kennt, und meinem Unterbewusstsein, in dem Gefühle, Erinnerungen und auch alte Wunden gespeichert sind. Durch die Bewegung des Stifts finden beide Ebenen zueinander – der Kopf darf loslassen, das Herz darf sprechen.

Durch das Schreiben habe ich gelernt, authentisch zu kommunizieren und offen zu teilen, was mich im Innern bewegt. Vielleicht erlebst du das ähnlich, wenn du dir Zeit nimmst, Dinge aus deinem Inneren in Worte zu fassen – es entsteht Klarheit, wo vorher nur Gedankenchaos war.

Worte sind machtvoll. Sie tragen Schwingung, sie wirken und beeinflussen, wie wir mit uns und anderen sprechen. Deshalb ist es wichtig, dass wir sie immer bewusst wählen.

Vielleicht magst du dir heute einen Moment nehmen, um einfach zu schreiben – ohne Ziel und ohne Plan. Nur du, dein Stift und das, was sich zeigen will.